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CMD - Kraniomandibuläre Dysfunktion


Die Funktionsdiagnostik

 

Die Funktionsdiagnostik beschäftigt sich mit der Lage der Kiefergelenke zum Unterkiefer. Fehlstellungen können auch schon bei jungen Menschen weitreichende Folgen für den gesamten Körper haben wie z.B. Nacken-und Wirbelsäulenprobleme, Schwindel und Tinnitus, Kopf-und Gesichtsschmerzen usw.

Man nennt diese Erkrankung CMD – Cranio-Mandibuläre Dysfunktion, das bedeutet Fehlfunktion im Zusammenspiel zwischen Schädel und Unterkiefer.  In der zahnärztlichen Behandlung kann die Berücksichtigung funktioneller Gegebenheiten diesen Problemen vorbeugen oder sie therapieren.

 

In der Zahnheilkunde wird der Bruxismus unter dem Überbegriff Kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD - cranio mandibular dysfunction), Kopf-Kiefer-Fehlfunktion eingeordnet.
 
 Der Kauapparat besteht aus Knochen (Ober-Unterkiefer), der Kaumuskulatur, den zugehörigen Nerven und den Zähnen. Das Kauen selbst, die Bewegung des Unterkiefers allgemein und die Kontrolle des Aufbisses stellen ein kompliziertes Zusammenspiel dieser Komponenten dar. Die Bewegung und Abstimmung geschieht zum größten Teil unbewusst und wird meist durch unbewusste Faktoren beeinflusst. Ein sehr gewichtiger Faktor ist Stress. Er führt zu einer Verkrampfung der Kaumuskulatur, unbewusstem Schließen des Kiefers, aufbeißen und letzten Endes zum Knirschen und oder Pressen. Dies geschieht häufig nachts, wenn der Stress, der sich über den Tag hin angehäuft hat, abgebaut wird. Die Betroffenen leiden unter Schmerzen der Kaumuskulatur, Spannungskopfschmerzen und Zahnschmerzen. Bei normaler Belastung, ohne Verspannung, haben die Zähne im verlaufe eines Tages maximal 10 min direkten Kontakt miteinander. Deshalb spricht man beim Aufbeißen und Knirschen von einer Dysfunktion.
 

Durch das nächtliche Reiben der Zähne aufeinander wird die Zahnsubstanz angegriffen und regelrecht abgeschliffen (abrasion, Schliff-Facetten). Das führt zu einer Veränderung der Form auf der Zahnoberfläche. Dies beeinträchtigt die Zahnführung im Kieferschluss und es kann zu einem Fehlbiss und somit zu einer Fehlbelastung kommen. Hieraus resultieren wieder Schmerzen in der Kaumuskulatur und im Kiefergelenk. Der Betroffene befindet sich in einem "circulus vitiosus" (Teufelskreis). Oft ist es der Partner, der auf nächtliche Geräusche aufmerksam wird, wenn nicht die stärker werdenden Verspannungen und Schmerzen Auslöser sind.
 
 Behandelt werden kann der Bruxismus mit Unterschiedlichen Ansätzen. Eine Relaxierungs- oder Aufbiss-Schiene verhindert den Kontakt der Zähne. Sie wird in der Nacht getragen, kann aber auch bei starker Belastung tagsüber eingesetzt werden.
Da es sich vornehmlich um ein Neuromuskuläres Problem handelt, helfen Entspannungstechniken sehr gut weiter. Der Betroffene erlernt bewusst die Kiefermuskulatur zu entspannen und wird auf die Problematik sensibilisiert, dies geschieht in Zusammenarbeit mit speziell weitergebildeten Physiotherapeuten.